Fragen und Antworten zum Erbrecht

 

Die Enterbung.

Von einer Enterbung spricht man, wenn der Erblasser einem Pflichtteilserben (überlebende Ehegatte, eingetragene Partner, Nachkomme, Eltern) den Pflichtteil am Nachlass durch eine letztwillige Verfügung oder Erbvertrag ganz oder teilweise entzieht. Eine Enterbung ist nur zulässig, wenn der Erbe gegenüber dem Erblasser oder gegenüber eine diesem nahe verbundene Person eine schwere Straftat begangen hat oder wenn der Enterbte gegenüber dem Erblasser oder dessen Angehörigen die ihm obliegenden familienrechtlichen Pflichten schwer verletzt hat. Eine Präventiventerbung ist zulässig, wenn ein Nachkomme des Erblasssers zahlungsunfähig ist. Bestehen im Zeitpunkt des Todes des Erblassers Verlustscheine zu Lasten dieses Nachkommen, kann ihm die Hälfte seines Pflichtteils zugunsten dessen Nachkommen entzogen werden.

Damit die Enterbung gültig ist, muss der Erblasser den genauen Enterbungsgrund in seiner letztwilligen Verfügung bzw. im Erbvertrag aufführen.

 

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